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Gedanken zu Pfingsten

von Pater Josef

Das Hochfest Pfingsten, das wir heute 50 Tage nach Christi Tod und Auferstehung feiern, steht für das Kommen des von Jesus versprochenen Beistandes, für die Sendung des Hl. Geistes. Pfingsten ist in der Kirchengeschichte – wie man heute so schön sagt – das Event – das Ereignis schlechthin, Pfingsten ist die Geburtsstunde der Kirche.

Wir allen kennen die Geschichte, wir haben die Bilder vor Augen, was damals in Jerusalem geschah:
Die 1. Christengemeinde, versammelt am immer gleichen Ort, verängstigt und ratlos, werden vom Hl. Geist erfüllt, gehen hinaus aus ihren Haus und beginnen zu reden, beginnen zu verkünden – und alle verstehen sie. Allen Völkern verkünden sie von diesem Tag an die Liebe, Güte und Größe Gottes – wir kennen die beeindruckende Völkerliste, die vorzutragen den Lektoren immer den Schweiß auf die Stirn treibt.
Viele, sehr viele kamen zum Glauben – bis zum heutigen Tag. Damals, vor 2000 Jahren am Pfingstfest hat es angefangen.
Wir sehen sie vor uns – allen voran Petrus – wie sie zu den Menschen sprechen, wie sie das Leben mit ihnen teilen, und so glaubwürdig das Verkündete leben, und zwar alle die sie an diesem Pfingsttag zusammen waren, die Jünger und die Mutter Jesu mitsamt den anderen Frauen.

Dieser Gedanke macht mich zornig, wenn ich an eine Meditation mit der Überschrift „Maria im Kreis der Jünger“ denke. Da heißt es: „Mitten in der Gemeinde aber steht eine Frau, die Mutter des Gekreuzigten und Auferstandenen. Sie schweigt, sie betet und liebt.“ (Theo Schmidkonz; Maria, Gestalt des Glaubens; Leibzig 1995, S.160) Maria schweigt – verflixt noch mal, wieso eigentlich? Wie kommt jemand zu der Behauptung, dass Maria und genauso dann wohl auch die anderen Frauen, dass sie schweigen. Hören wir doch wenige Abschnitte weiter in der Pfingstgeschichte – wo sich wiederum die gleichen Leute versammelt haben: „ALLE wurden vom Hl. Geist erfüllt und … Weiterlesen

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